Anwendungen im Intranet


Eine der größten Chancen durch die Realisierung eines Intranets ist die flexiblere Gestaltung von Anwendungen. Im Gegensatz zu klassischen Client/ Server-Systemen gibt es nun auch die Option, den Browser als Frontend für Client/ Server-Lösungen einzusetzen.

Die Client/ Server-Architektur steht im Widerspruch zu Intranets. Im Gegenteil: Jedes Intranet ist nichts anderes als eine Umsetzung von Client/ Server-Lösungen.

Innerhalb des Client/Server-Konzepts werden eine Fülle unterschiedlicher Ausprägungen der Verteilung von Rechenleistung zwischen Client und Server unterschieden. Das eine Extrem ist die verteilte Präsentation, bei der alles bis auf die Umsetzung der grafischen Ausgabe und die Eingabe auf dem Server geschieht. Als bekanntester Vertreter dieser Gattung gilt X Windows.

Auf der anderen Seite des Spektrums findet sich die verteilte Datenhaltung, wie sie bei Lösungen zu finden ist, die auf File-Servern basieren. Und dazwischen liegen viele andere Lösungen für Client/ Server-Konzepte.

Das Grundkonzept von HTTP (Hypertext Transfer Protocol) ist primär das einer verteilten Präsentation. Durch den zunehmenden Einsatz aktiver Technologien wie Java-Applets und ActiveX-Controls wird das aber zunehmend aufgeweicht, da damit auch Verarbeitung auf dem Client stattfindet. Gleiches gilt für den Einsatz von in HTTP integrierten Skriptsprachen wie Visual Basic Script und JavaScript.

Das wirklich neue bei der Anwendungsentwicklung im Intranet ist nun aber, daß anstelle der klassischen Client-Server-Architektur (2-Tier-Architektur) mit nur einer Schnittstelle zwischen Client und Server alternativ auch eine Client-Server-Server-Architektur (3-Tier-Architektur) eingesetzt werden kann. Bei dieser Form des Client/ Server-Modells werden zwei Server eingesetzt.

So kann beispielsweise der Zugriff auf einen Datenbank-Server vom Browser aus über den Umweg des HTTP-Servers erfolgen. Die beiden Server können sich dabei auf einem System oder auf getrennten Servern befinden. Entscheidend ist, dass durch dieses Konzept anstelle klassischer Clients, die nur mit einem konkreten Server zusammen-arbeiten können, ein HTTP-Server mit offener Schnittstelle zum Client eingesetzt werden kann.

Damit lassen sich flexiblere Lösungen schaffen, bei denen die zentralen Funktionen auch zentral auf den Servern ausgeführt werden und nur die bedingt erforderlichen Schritte auf Client ausgelagert werden. Gleichzeitig wird So eine wirklich offene Schnittstelle zwischen der Client- und Server-Welt geschaffen.

Diese Client-Server-Server-Architekturen sind allerdings kein Allerheilmittel. Sie stellen aber einen Ansatz dar, um zum bestehende Server-Systeme in eine Welt offener Standards zu integrieren, zum anderen sind sie eine zusätzliche Option für die Gestaltung von Anwendungen. Immer dann, wenn auf dem Client keine oder nur wenig Verarbeitungslogik erforderlich ist, sind sie eine interessante Lösung.

Publishing im Intranet

Unter Publishing wird die Veröffentlichung von Informationen verstanden. Die Verarbeitung und Verwaltung von Dokumenten erfolgt im HTML-Format. Publishing im Intranet spricht im Gegensatz zum Internet ganz andere Zielgruppen an. Im Intranet werden firmeninterne Publikationen (z.B. Unternehmenszeitungen), Organisationsdiagramme, Who is Who, Listen von Ansprechpartnern, Selbstdarstellungen der Geschäftsbereiche, Handbücher u.a. publiziert. Mitarbeiter können sich mit Informationen selbst versorgen, infern sie sie mit einem Browser abrufen. Ein Nachteil der daraus entstehen kann ist, daß die Verwaltung und Pflege der Inhalte, aber auch die Informationsrecherche sehr aufwendig werden können, vor allem dann, wenn die Planung, Implementierung und Wartung derartiger Systeme nicht sorgfältig und undiszipliniert durchgeführt wird.

Kommunikation und Groupware

Kommunikation und kooperatives Arbeiten sind eine wichtiger Punkt in der Arbeit eines Abteilungsleiters, d.h. Das Management verbringt viel Zeit in Besprechungen und persönlichen Gesprächen. Dabei bekommt das teamorientierte Arbeiten einen immer größeren Stellenwert. Neue Nutzungspotentiale im Groupwarebereich werden durch das Intranet möglich. Unter Groupwareanwendungen versteht man integrierte Softwareanwendungen, auf deren Basis computergestützte Arbeit möglich ist. Dadurch ist eine Bessere Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Abteilung möglich. Das technische Basiselement eines Groupwaresystemes ist das Massagingsystem zum Versenden von Nachrichten und zur Abwicklung von Diskussionen. Weiterhin ist ein Dokumentenserver mit speziellen Funktionen nötig. Für Internet- und Intranetanwendungen gibt es heute auf Basis vorhandener Kommunikationsdienste (z.B. Internet News) und entsprechender Erweiterungen (z.B. Dokument-Sharing-Applikation) vollständig auf offene Standards basierende Groupwarelösungen.

Workflow-Anwendungen im Intranet

Durch das Intranet kann in Workflowanwendungen auf durchgängige kompatible Datenformat- und Transportmechanismen aufgesetzt werden. Die Analyse der wichtigen Geschäftsprozesse und Modifikation der Einkaufsprozesse im Einkauf sind der Ausgangspunkt für Workflowanwendungen im Einkauf. Durch die Optimierung dieser Abläufe und der Integration von externen und internen Informationsflüssen im Intranet erzielt man große Einsparungen.

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Über Wirtschaftsinformatik

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Eine Antwort zu Anwendungen im Intranet

  1. Bachelor schreibt:

    Das Intranet sollte morgens einfach das erste sein, was man beim Arbeiten aufruft, und was einen quasi durch die Aufgaben des Arbeitstages führt.

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