Wissen als Ressource in der Softwareentwicklung


Wir konzentrieren , im Hinblick auf das Wissensmanagement, mit explizitem Wissen als regenerierbare Ressource und implizitem Wissen als generative Ressource. (vgl. Moldaschl 2001)

Wobei explizites Wissen nach Nonaka/ Takeuchi (1997) kodifiziert- und damit in eine formale, systematische Sprache übertragbar ist. Damit kann es in Regeln, Formeln und Dokumenten festgehalten werden.

Implizites Wissen dagegen ist persönlich, kontextspezifisch und deshalb schwer übertrag- sowie kodierbar.

Nach Nonaka/ Takeuchi (1997) kann man explizites und implizites Wissen auf 4 verschiedene Arten transformieren, die in folgender Tabelle dargestellt werden:

Ausgangspunkt   \   Zielpunkt implizit Explizit
implizit Sozialisation Externalisierung
explizit Internalisierung Kombination

 Wissenstransformation nach Nonaka/ Takeuchi (1997)

Die Transformationen müssen nicht zwingend in jedem Schritt als Umwandlung von vorhandenem Wissen verstanden werden, sondern können dabei auch neues Wissen entstehen lassen, z.B. Erfahrungswissen über Methoden, mit deren Hilfe Wissen anderen zugänglich gemacht werden oder sich selbst angeeignet werden kann.

Internalisierung:

Dieser Prozess beschreibt die Integration von explizitem Wissen in implizites Wissen, wobei das Wissen vom Einzelnen nachvollzogen und verstanden werden muss. Ein Beispiel für dieses Konzept ist das bekannte „learning by doing“.

Sozialisation:

Bei der Sozialisation soll neues, implizites Wissen durch gemeinsame Erfahrungen aus vorhandenem, implizitem Wissen entstehen. Dies kann beispielsweise durch Beobachtung und Nachahmung geschehen.

Externalisierung:

Unter Externalisierung ist die Umwandlung von implizitem in explizites Wissen zu verstehen, indem mit Hilfe von Modellen, Hypothesen und Metaphern das Wissen allen zugänglich gemacht wird. Wenn keine gemeinsamen Ausdrucksformen vorhanden sind, ist eine solche Transformation oft schwierig,

Kombination:

Kombination bezeichnet die Schaffung von neuem, explizitem Wissen durch Verknüpfung und Reorganisation von vorhandenen, expliziten Wissensteilen. Dieser Vorgang kann durch Computersysteme unterstützt werden, z.B. durch moderne Dokumentmanagement- oder Agentensysteme, die neues Wissen durch logische Folgerungen generieren können.

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Über Wirtschaftsinformatik

Wissensmanagement Berlin-Brandenburg, Blogger zu den Themen Wirtschaftsinformatik, Wissensmanagement , Informationsmanagement, und Prozessmanagement, sowie zum Leben in Berlin und Brandenburg. Ach ja, und Games. Computerspiele aller Art, Speiele für PC, XBOX, WII, Stretegiespiele, Action, Ego Shooter, einfach alles ;-) Wirtschaft, Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Wirtschaftswissenschaften in Schule und Studium sind weitere Themen, die mich beschäftigen Außerdem mag ich Pflanzen und Tiere und allgemein die Natur - Haustiere nicht zu vergessen. Training und Kraftsport sind mir wichtig um fit und in Form zu bleiben.
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