WI in der Schule und als Studium an der Hochschule – Was ist Wirtschaftsinformatik


Wissenschaft und Studiengang Wirtschaftsinformatik

Erkenntnisobjekt der Wirtschaftsinformatik

Jede Wissenschaft hat ein Erkenntnisobjekt, das bedeutet, einen Gegenstand mit dem sich die Wissenschaft beschäftigt. Dies sind für die Wirtschaftsinformatik in erster Linie die betrieblichen Informations- und Kommunikationssysteme

Als Studiengang ist das Fach Wirtschaftsinformatig zu einem großen Teil  anwendungsorientiert, also nicht rein theoretisch, wie bei der Mathematik oder theoretischen Informatik.

Entwicklung der Wirtschaftsinformatik

Wirtschaftsinformatik ist eine  relativ neue, interdisziplinäre, Disziplin
entstanden aus den Fachrichtungen Informatik und Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre, BWL) Als irgendwann zunehmend Rechner in Betrieben eingesetzt wurden, entstand die Notwendigkeit einer neuen Qualifikation, wenn man so will.

Neu benötigte Fähigkeiten und Wissen beispielsweise im Bezug auf Konzeption und Entwicklung von computergestützten Abläufen, wie Planung, Logistik etc mussten gezielt entwickelt und angewendet werden. Früher haben sich Mitarbeiter in den Betrieben entsprechend den neuen Anforderungen weitergebildet, heute benötigt es spezialisiertes Personal um die IT-Infrastruktur eines Unternehmens zu planen und zu unterhalten.

Im Laufe der Zeit etablierte sich ein neuer Studiengang – die Wirtschaftsinformatik – an den Hochschulen. Dabei war die WI inhaltlich zunächst kaum mehr als nur ein Studium, welches aus den Fächern der Studiengänge Betriebswirtschaftslehre / BWL und der Informatik bestand. Später hat die Wirtschaftsinformatik eigene Methoden und Verfahren entwickelt. Wirtschaftsinformatik ist somit heute mehr als ein halbes BWL und ein halbes Informatikstudium. Alle Veranstaltungen werden direkt unter dem Aspekt der Wirtschaftsinformatik gelehrt und nicht einfach aus den anderen Disziplinen übernommen.

Organisation des Wirtschaftsinformatik Studiums

Das Studium gliederte sich früher in zwei Teile, dem Grund- und dem Hauptstudium.
Die Regelstudienzeit beider Teile ist auf drei Semester angesetzt.
Das vierte Semester stellt das Praxissemester, das achte Semester das Diplomsemester dar
Die Ausbildung an einer Fachhochschule ist im Gegensatz zu einer universitären Ausbildung wesentlich praxisnäher.
Bereits vor dem Studienbeginn ist oft ein zwölf-wöchiges Vorpraktikum abzuleisten.
Im Grundstudium wird der Praxisbezug durch Projekte und Workshops gewährleistet.
In Projekten bearbeiten Studierende in Gruppen selbständig ein komplexes Problem hoher Praxisrelevantz mit verschiedenen Methoden; der Lehrende regt an, berät und koordiniert mit dem Ziel, ein gemeinsames Arbeitsergebnis der studentischen Arbeit333 sicherzustellen.
In Workshops werden in einem Kolloquiumteil unter einem Rahmenthema aktuelle Entwicklungen mit hoher Bedeutung für die Wirtschaftsinformatik aus unterschiedlicher Sichtweise von Repräsentanten aus Wissenschaft und Praxis vorgestellt und diskutiert sowie in einem Seminarteil in eine Gesamtthematik eingeordnet und bewertet.
Der hohe Bezug zur Praxis wird im Praxissemester, in der Regel das vierte Semester, fortgeführt.Zum Abschluß des Studiums ist eine Diplomarbeit angefertigt. Diese Arbeit sollte nach Möglichkeit ebenfalls in Kooperation mit der Praxis angefertigt werden.

Fachliche Schwerpunkte im Hauptstudium

Organisationsinformatik behandelt die Wechselwirkungen von der betrieblichen Organisation und Informationssystemen

Schwerpunkt Betriebliche Anwendungssysteme behandelt die Anforderungen bei der Entwicklung und dem Betrieb von Anwendungssystemen

Im Schwerpunkt Recht für WI werden Fragen zu Datenschutz ,Vertrags- und Arbeitsrecht behandelt

Einsatzgebiete für Absolventen der Wirtschaftsinformatik

Erhebungen zeigen, daß Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsinformatikerinnen in Betrieben aller Wirtschaftszweige und Größen sowie in Verwaltungsbereichen benötigt werden, in denen computergestützte Anwendungssysteme eingesetzt oder entwickelt werden sollen.

Persönliche Voraussetzungen für den Studiengang Wirtschaftsinformatik

  • Arbeiten mit dem Rechner ist selbstverständlich.
  • Vorbildung ist nicht erforderlich, jedoch sollten die Interessenten keine Aversion vor dem Rechner haben. Spaß am Rechner hilfreich.
  • Teamfähigkeit
  • Wirtschaftsinformatiker werden nicht zu PC-Freaks ausgebildet.
  • Problemlösungswissen wird auf einer höheren Ebene, unabhängig von einem speziellen Rechnersystem vermittelt.
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Über Wirtschaftsinformatik

Wissensmanagement Berlin-Brandenburg, Blogger zu den Themen Wirtschaftsinformatik, Wissensmanagement , Informationsmanagement, und Prozessmanagement, sowie zum Leben in Berlin und Brandenburg. Ach ja, und Games. Computerspiele aller Art, Speiele für PC, XBOX, WII, Stretegiespiele, Action, Ego Shooter, einfach alles ;-) Außerdem mag ich Pflanzen und Tiere und allgemein die Natur.
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