Informations- und Wissensmanagement


Wissensmanagement

Das Management von Wissen in einem Unternehmen kann man aus verschiedenen Sichtweisen betrachten, deshalb findet man auch viele verschiedene Definitionen.

Nach Petersen und Lehnhoff (1999) ist Wissensmanagement z. B. die Planung, Steuerung und Organisation von Wissen.

Andere Definitionen splitten hingegen die Planung, Steuerung und Organisation noch in ihre Bestandteile auf und integrieren dabei auch explizit die Weiterentwicklung und Distribution, die zwar beide nach der obigen Definition nicht ausgeschlossen sind, aber auch nicht zwingend dazu gehören müssen.

Ansätze von Wissensmanagement:

Dazu liefert Schüppel (1996) eine interessante Arbeit.

Er teilt die Art der Ansätze in folgende Kategorien:

  • technikorientiert: Dieser Ansatz stellt das Daten- und Informationsmanagement sowie das Software- und Hardwaremanagement in den Vordergrund.
  • humanorientiert: Hier geht es vorrangig um die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, wobei die Potentiale dieser entdeckt, gefördert und genutzt werden sollen.
  • ganzheitlich orientiert: Dieser Ansatz beinhaltet die beiden Vorangegangenen. Es soll dabei weder die technische noch die personelle Seite vernachlässigt werden. Dieser Ansatz birgt für das Unternehmen natürlich die Gefahr des größten Aufwandes, aber auch die Möglichkeit bei gezieltem Einsatz hohe Opportunitätskosten zu verhindern

Aufgaben des Wissensmanagements

Eine Einteilung  des Wissensmanagement in Phasen wurde durch Probst und Romhardt im Rahmen eines Forums für Praktiker an der Université de Genève, welches 1995 in der Schweiz gegründet wurde,  entwickelt.

Es gibt in diesem Modell einen äußeren und einen inneren Kreislauf.

Der äußere Kreislauf ist dabei auf der strategischen Managementebene anzusiedeln, er beinhaltet die Definition und Bewertung der Ziele. Der innere Kreislauf beinhaltet die Umsetzung dieser, d.h. er spiegelt nach Probst und Romhardt die eigtl. Aufgaben des Wissensmanagements wieder, wie bspw. den Erwerb und das Nutzen des Wissens.

Beziehungen zwischen den Elementen werden durch die Pfeile dargestellt.

Es sollte nach Probst und Romhardt möglichst keines der Elemente vernachlässigt werden, weil dies zu Störungen in den Kreisläufen führen kann.

Der Wissenserwerb wird nach Probst und Romhardt in 4 Ausprägungen unterschieden: Erwerb von Wissen anderer Firmen bspw. durch Übernahmen, Erwerb von Stakeholderwissen bspw. durch die Einbeziehung des Kunden in den Entwicklungsprozess, Erwerb von Wissen externer Wissensträger bspw. durch Anstellung eines neuen Experten und durch den Erwerb von Wissensprodukten, was allerdings nicht automatisch zu neuem Wissen führen muss.

Die produktive Nutzung des Wissens kann dann erfolgen, nachdem alle anderen Phasen abgeschlossen sind.
Prozess Wissensmanagement und Wissenserwerb

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