Digitalisierung und Informationsgesellschaft


Die wahre Bedeutung des Begriffs Informationsgesellschaft wird uns, obwohl das Wort keinesfalls neu ist, sondern schon seit Jahren bemüht wird, um die weltweite Entwicklung der Gesellschaft(en) zu beschreiben. Über immer mehr Kommunikationskanäle können oder müssen wir Informationen abrufen, um die Belange des täglichen Lebens, oder eines Unternehmens (bzw. Organisation) effizient steuern zu können, um uns in die Lage zu versetzen, qualifizierte Entscheidungen treffen zu können, oder auch einfach nur um unseren menschlichen Wissensdurst und unsere Neugierde zu befriedigen. Die Menge an Informationen steigt täglich, ein Ende oder ein Abflachen des Wachstums ist nicht absehbar.

Das konfrontiert uns moderne Menschen mit Herausforderungen, die zu Zeiten unserer Vorfahren in dieser Form nicht existierten. Wir müssen aus dem unüberschaubaren Meer an verfügbaren Informationen möglichst effizient genau das an Informationen herausfiltern, was wir jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfolgung eines bestimmten Ziels benötigen. Effizient bedeutet hier, benötigte Informationen schnell, vollständig und in geeigneter Qualität zu identifizieren und abzurufen.

Dies scheint sofort einsichtig, wir alle kennen die Probleme die mit der zunehmenden Digitalisierung aller möglichen Daten einhergehen. Bewusst oder unbewusst entscheiden wir uns meist für eine von zwei nahe liegenden Lösungsstrategien: Entweder wir kopieren recherchierte Informationen und halten diese redundant lokal vor, bzw legen Bookmark-Listen an. Der Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist der für die Aktualisierung dieser Daten nötige Arbeits- und Speicheraufwand und die Gefahr, wichtige Informationen zu übersehen oder falsch zu interpretieren.

Die zweite, elegantere Lösungsstrategie basiert auf dem bewährten Konzept der Arbeitsteilung, in diesem Fall der Synthese von Dienstleistungs -und Informationsgesellschaft, wenn man so will. Für verschiedene Themenbereiche mit geschäftskritischer Bedeutung und hohem Informationsvolumen stellen Dienstleister Datenbanken und Benutzeroberflächen zur Verfügung, die es allen Interessierten ermöglichen, bei einer zentralen, vertrauenswürdigen Stelle alle für bestimmte Geschäftsprozesse benötigten Informationen in der optimalen Menge, Qualität bei Bedarf abzurufen und sofort zu nutzen. Diese zentrale Anlaufstelle wird von ihren Nutzern auch bemüht, um Informationen weiterzugeben oder zu empfehlen – es muss lediglich ein Hyperlink an den Adressaten übermittelt werden.

Dies ist an sich schon ein guter Ansatz, der jedoch in dieser Form noch einen Haken aufweist: Der Betreiber des Informationsportals muss dieses mit den nachgefragten Informationen „befüllen“. Bei einer hohen Informationsqualität (= potentieller Nutzen) enstehen dafür hohe Kosten – es sei denn, man verfolgt dabei den Ansatz, nicht als Informationssammler, sondern als Informationsbroker aufzutreten. Dieser zunehmend beliebt, weil faire und elegante Ansatz führt tatsächlich regelmäßig zu den besten Ergebnissen für alle Beteiligten. Der Portalbetreiber stellt Anbietern und Nachfragern von Information Infrastruktur, Kommunikations- und Präsentationsplattform sowie geeignete Suchwerkzeuge zur Verfügung, mit dem Ziel, Angebot und Nachfrage auf diesem virtuellen Marktplatz zusammen zu führen.

Advertisements

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel unseres Magazins für Wissensmanagement, Informationsmanagement, und Prozessmanagement:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s